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Das positive Denken über die Menschen

Das positive Denken über die Menschen und wie man einen wohlgemeinten Ratschlag gibt

Liebe Geschwister, in der heutigen Zeit werden viele Menschen verwirrt und von ihren Mutmaßungen davongetragen und folgen der Willkür. Die Willkür und Neigung ist kann zum Schlechten führen, deshalb sagte der große Hadîth-Gelehrte Al-^Abdariyy, dass derjenige, der seinen Neigungen folgt, tief stürzt. Wie oft hat schon das negative Denken zu Streitigkeiten zwischen Freunden geführt?! Und wie viele Menschen fällen ein Urteil über den anderen, ohne sich vorher vergewissert und ohne einen eindeutigen Beweis zu haben?!

So seid nicht von denen, die sich von ihren Neigungen führen lassen, sondern seid von denjenigen, die ihre Neigungen beherrschen und nach der Regel handeln, sich zu erkundigen, bevor man jemanden verdächtigt.

Wisse, dass das positive Denken Weisheit und Intelligenz bedarf, so lasst euch nicht von den Einflüsterungen dazu bringen, ohne einen sichtbaren Zusammenhang, über den Menschen schlecht zu denken, denn ansonsten überkommen euch die negativen Vermutungen und die Einflüsterungen, die einen dazu bewegen, über Verwandte und Freunde im Zweifel zu sein. Es führt dazu, dass die Freunde und diejenigen, die einem nahe stehen, sich von einem abwenden.

So breitet sich das Elend in euch aus und man wird zum Gefangenen der eigenen Einsamkeit und die Sorgen und die Einflüsterungen werden zu Gefährten. Daher wurde gesagt, dass das Leben desjenigen leicht ist, der positiv denkt.

Wenn man jedoch die Gewissheit über die Sünde eines Bruders hat, so eilt, um ihm mit einer aufrichtigen Absicht einen wohlgemeinten Ratschlag  zu geben. Ein wohlgemeinter Ratschlag bedeutet, die Wahrheit zu sprechen, um den Unwissenden zu belehren und den Gelehrten zu unterstützen. Ein guter Ratschlag bedeutet, dem Bruder dazu zu verhelfen, das zu tun, was Allâh liebt und das zu unterlassen, was Allâh nicht liebt.

 

Liebe Geschwister, wenn ihr zweifelsfreie Kenntnisse über das Fehlverhalten eines Muslims habt, so gebt ihm einen guten Ratschlag unter vier Augen. Lasst euch nicht vom Schaytân dazu verführen hinter seinem Rücken zu sprechen und wenn ihr ihm einen guten Ratschlag gebt, so freut euch nicht darüber seinen Fehltritt erkannt zu haben und schau nicht auf ihn herab!

Beabsichtige mit deinem Ratschlag, ihn von seinem Fehler wegzubringen, während du über seinen Fehler traurig bist, so wie du traurig bist, wenn du einen Fehler begangen hast. Das Unterlassen des Fehlers ohne deinen Ratschlag soll dir lieber sein, als das Unterlassen des Fehlers mit deinen Ratschlag. Traut euch die Wahrheit zu sagen, seid mutig und habt keine Angst davor, von den anderen getadelt zu werden, jedoch seid sanft und freundlich dabei.

Lasst uns gemeinsam die Antwort des Propheten Muhammad, salla l-Lâhu ^alahi wa sallam, auf die Frage einer Frau hören, die ihn aufsuchte und um einen Ratschlag bat, damit wir aus seinen Lehren die guten Umgangsformen, den Mut, die zutreffende Antwort und das Erteilen von weisen Ratschlägen, für denjenigen, der uns darum bittet, entnehmen können.

Diese Frau, namenstimah bintu Qays fragte den Propheten in Bezug auf die Heiratsanträge, die ihr von Mu^âwiyah und Abî Djahmin gemacht wurden. Der Gesandte Gottes, salla l-Lâhu ^alahi wa sallam, sagte:

„أمَّا معاويةُ فَصُعْلوكٌ لا مالَ لَهُ وأما أَبو جَهْمٍ فلا يَضَعُ العَصَا عن عاتِقِه“ 

Die Bedeutung lautet:

„Was Mu^âwiyah betrifft, so ist er arm und besitzt nichts und Abû Djahmin ist dafür bekannt, dass er seine Frauen schlägt“.

Der Prophet, salla l-Lâhu ^alahi wa sallam, empfahl ihr einen Dritten. Deswegen sagten die Gelehrten, wenn ein Mann um die Hand einer Frau anhalten will und jemanden in Bezug auf die Frau um einen Ratschlag bittet und diese gefragte Person weiß, dass diese Frau schlechte Angewohnheiten hat, wie z.B. dass sie das Gebet nicht verrichtet, so muss er ihn vor dieser Frau warnen, indem er ihm z.B. sagt: „Diese Frau ist nicht für dich geeignet.“ Sollte dies dem Heiratswilligen nicht genügen, muss der um Rat Gefragte, ihm sagen: „Sie hat dieses und jenes.“

Dies ist eine Pflicht, ebenso beim Schließen von Freundschaften. Wenn jemand sich mit einer Person anfreunden will und man weiß, dass diese Person schlechte Eigenschaften hat oder ihn zum Schlechten und zu Sünden verführen könnte, so ist man verpflichtet, ihn vor dieser Person zu warnen und ihm zu sagen: „Nimm dir diese Person nicht als Freund.“

Das gleiche gilt für einen Arbeitnehmer, über den wir wissen, dass er seinen Arbeitgeber betrügt. Wenn wir dem Arbeitgeber sagen „nimm dich vor dem oder jenem in Acht“, oder „dieser oder jener betrügt dich“, so bekommen wir dafür Belohnung. Wir begehen damit keine Sünde, auch wenn es dem Betrüger zu Ohren kommt und er dieses nicht hören mag. Wir erhalten dafür Belohnung, weil wir eine Pflicht erfüllt haben und einen Muslim vor dem zu warnen, was ihm schadet ist eine Pflicht und keine Sünde und zählt nicht als üble Nachrede. Als üble Nachrede bezeichnet man das, was ohne einen islamisch-rechtlichen Grund geschieht.

Liebe Geschwister, haltet euch vom negativen Denken über die anderen fern und gebt den Menschen einen weisen Ratschlag und stellt sie nicht bloß.

Categories: Für das Zusammenleben

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